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Neu eingerichtetes „Core Transformation Office“ soll zahlungswirksame Fixkosten im Kerngeschäft bis 2029 um 20 Prozent senken
BASF fokussiert Kerngeschäfte und verkauft Silikategeschäft an PQ
Donnerstag, 21. Mai 2026
| Redaktion
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Julia Raquet, President, leitet das neue „Core Transformation Office“ bei BASF
Julia Raquet, President, leitet das neue „Core Transformation Office“ bei BASF, Bild: BASF

BASF treibt die Neuausrichtung des Unternehmens weiter voran. Während der Konzern seine Kerngeschäfte im Rahmen der „Winning Ways“-Strategie stärken und effizienter aufstellen will, trennt sich das Unternehmen gleichzeitig von einzelnen Geschäftsaktivitäten außerhalb des strategischen Fokus. Parallel zur Einrichtung eines neuen „Core Transformation Office“ kündigte BASF deshalb auch den Verkauf des Silikategeschäfts  an PQ an. Dazu zählen auch die Vermögenswerte am Standort Düsseldorf/Holthausen.

BASF richtet neues „Core Transformation Office“ ein

Nach der weitgehend abgeschlossenen Herauslösung der eigenständig operierenden Geschäfte konzentriert sich BASF künftig stärker auf die Weiterentwicklung der Kerngeschäfte. Dazu zählen die Segmente Chemicals, Materials, Industrial Solutions sowie Nutrition & Care. Zusammen erzielen sie einen Jahresumsatz von rund 40 Milliarden Euro. Zur Steuerung der nächsten Transformationsphase hat BASF das neue „Core Transformation Office“ eingerichtet. Die Leitung übernimmt Julia Raquet, President des neuen Bereichs. Sie berichtet direkt an Dr. Markus Kamieth, Vorstandsvorsitzender der BASF. 

„Unsere Kerngeschäfte stehen für starke Marktpositionen, und dafür, Innovationen voranzutreiben, und die grüne Transformation unserer Kunden zu ermöglichen. Mit der Herauslösung der eigenständig aufgestellten Geschäfte schaffen wir einen Kern, der fokussierter und kohärenter ist“, so Kamieth, sagt Dr. Markus Kamieth, Vorstandsvorsitzender der BASF. „Unser klarer Fokus liegt darauf, in unseren Kerngeschäften höchste Wettbewerbsfähigkeit zu erreichen und Synergien bestmöglich zu nutzen, um die Ertragskraft dieser Geschäfte zu steigern.“

Mit „CoreShift“ will BASF Fixkosten senken

Im Mittelpunkt der neuen Phase der „Winning Ways“-Strategie steht das Transformationsprogramm „CoreShift“. Ziel ist es, die zahlungswirksamen Fixkosten im Kerngeschäft bis 2029 gegenüber dem Jahr 2024 netto um bis zu 20 Prozent zu senken. Zu den zentralen Hebeln zählen laut BASF die Vereinfachung von Prozessen und Organisationen, harmonisierte Geschäftsprozesse, standardisierte IT-Lösungen sowie der verstärkte Einsatz von künstlicher Intelligenz. „Die Aufstellung unserer Kerngeschäfte zu vereinfachen, ist entscheidend, um höchste Wettbewerbsfähigkeit sicherzustellen und profitables Wachstum voranzutreiben“, erklärt Julia Raquet, President des „Core Transformation Office“ bei BASF. „Dies umfasst auch die Restrukturierung unseres größten Verbundstandorts in Ludwigshafen und die Neuausrichtung unserer globalen Service-Einheiten.“

Silikategeschäft wird an PQ verkauft

Parallel zur strategischen Neuausrichtung hat BASF eine Vereinbarung über den Verkauf des Silikategeschäfts einschließlich der Vermögenswerte am Standort Düsseldorf/Holthausen an PQ unterzeichnet. Der Abschluss der Transaktion wird vorbehaltlich regulatorischer Genehmigungen für das zweite Halbjahr 2026 erwartet. PQ übernimmt dabei das Natriumsilikatgeschäft sowie die damit verbundenen Aktivitäten am Standort Düsseldorf/Holthausen. Laut Unternehmen soll das Geschäft unter der neuen Eigentümerschaft fortgeführt und weiterentwickelt werden.

„Der Verkauf des Silikategeschäfts ist das Ergebnis einer umfassenden strategischen Bewertung innerhalb des Unternehmensbereichs Care Chemicals“, betont Jordi Tormo Blasco, Vice President Business Management Industrial Formulators Europe bei BASF. „Mit PQ haben wir einen Käufer mit umfangreicher Erfahrung in der Silikatproduktion gefunden, der dem Geschäft eine nachhaltige langfristige Perspektive bieten kann. Von Beginn an war es uns wichtig, eine robuste Lösung für die Zukunft des Geschäfts zu identifizieren sowie einen Partner zu finden, mit dem wir angesichts unserer weiterhin bestehenden Präsenz am Standort Düsseldorf eine enge Zusammenarbeit erwarten.“

PQ erweitert globale Silikatplattform durch BASF-Übernahme

PQ zählt zu den weltweit tätigen Anbietern von Silikaten, Kieselsäuren und entsprechenden Derivaten. Die Materialien kommen unter anderem in der Reifenindustrie, in Farben und Beschichtungen sowie in Wasch- und Reinigungsmitteln zum Einsatz. „Das Silikategeschäft von BASF ist eine ausgezeichnete strategische Ergänzung zu unserem bestehenden Silikatnetzwerk“, ergänzt Al Beninati, Präsident und CEO von PQ. „Mit dieser Akquisition kann PQ seine globalen Kunden noch besser mit verlässlicher Qualität und kosteneffizienten Lösungen bedienen.“ Bis zum Abschluss der Transaktion soll der Betrieb des Silikategeschäfts unverändert fortgeführt werden.

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