Regulierung, Ressourceneffizienz, Automatisierung und Fachkräftesicherung
Interpack Spotlight Forum 2026 liefert Debatten zu PPWR, KI und Kreislaufwirtschaft
Mittwoch, 11. März 2026
| Redaktion
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Das Spotlight Forum der Interpack 2026 bietet rund 75 Vorträge, Sessions und Podiumsdiskussionen
Das Spotlight Forum der Interpack 2026 bietet rund 75 Vorträge, Sessions und Podiumsdiskussionen, Bild: Messe Düsseldorf / Constanze Tillmann

Das Spotlight Forum der Interpack 2026 wird erneut zu einem zentralen Treffpunkt für Diskussionen über die Zukunft der Verpackungsindustrie. Rund 75 Vorträge, Panels und Diskussionsrunden beleuchten aktuelle Themen wie Regulierung, Automatisierung, Ressourceneffizienz und Fachkräftesicherung. Internationale Fachleute aus Industrie, Politik, Forschung und Verbänden gestalten das Programm der Interpack vom 07. bis 13. Mai in Düsseldorf. Unter dem Motto „7 Days, 7 Topics“ bringt das Interpack Spotlight Forum an jedem Messetag ein zentrales Branchenthema auf die Bühne. 

PPWR und Regulierung im Fokus zum Auftakt der Interpack Spotlights

Der erste Messetag am 07. Mai 2026 steht ganz im Zeichen der europäischen Verpackungsverordnung PPWR. Diskutiert werden unter anderem Mehrwegquoten, Recyclingziele, Rezyklateinsatz sowie neue Anforderungen an Hygiene und Dokumentation. Experten aus Industrie und Politik analysieren, welche Auswirkungen die Regulierung auf Unternehmen und Wertschöpfungsketten haben kann.

Praxisbeispiele u.a. von Rea Elektronik, Omron oder Pacoon Sustainability Concepts zeigen, wie Unternehmen die neuen Vorgaben umsetzen können, etwa durch intelligente Kennzeichnungssysteme, automatisierte Datenerfassung oder verbesserte Rückverfolgbarkeit entlang der Produktionslinien.

Interpack: Ressourceneffizienz als Wettbewerbsfaktor

Am zweiten Tag am 08. Mai 2026 rückt das Thema Ressourceneffizienz in den Mittelpunkt des Interpack Forums. Fachvorträge zeigen, wie Unternehmen Produktionsprozesse optimieren und ungenutzte Potenziale identifizieren können. Diskutiert wird außerdem, wie geopolitische Entwicklungen, Zölle oder regulatorische Veränderungen globale Lieferketten beeinflussen. Auch konkrete Anwendungen aus der Lebensmittelproduktion werden von Aasted oder TTE Strategy vorgestellt, bei denen Prozessoptimierung und effizienter Ressourceneinsatz eine wichtige Rolle spielen.

Smarte Verpackungen und digitale Identifikation

Digitale Technologien prägen zunehmend die Verpackungsbranche. Deshalb stehen am 09. Mai 2026 unter anderem 2D-Codes, vernetzte Produktionssysteme sowie datenbasierte Services für Maschinen und Anlagen im Fokus. Experten von Domino Deutschland, TNA Northern Europe oder Fraunhofer IAP zeigen, wie integrierte Verpackungslinien Effizienz, Qualität und Nachhaltigkeit gleichzeitig verbessern können. Ein weiterer Schwerpunkt ist der digitale Produktpass, der künftig eine zentrale Rolle für Rückverfolgbarkeit, Markenschutz und Transparenz in der Lieferkette spielen wird.

KI und Automatisierung für die Fabrik der Zukunft

Automatisierung, künstliche Intelligenz und softwarebasierte Produktionsmodelle stehen am 10. Mai 2026 im Mittelpunkt. Fachleute von Syntegon oder SEW Eurodrive zeigen, wie datenbasierte Prozesse und intelligente Systeme Produktionsanlagen flexibler und effizienter machen können. Beispiele reichen von KI-gestützter Qualitätskontrolle in der Lebensmittelproduktion bis hin zu digitalen Workflows, die regulatorische Anforderungen und Nachhaltigkeitsziele miteinander verbinden.

Kreislaufwirtschaft und CO2-Reduktion

Die Kreislaufwirtschaft bildet einen weiteren Schwerpunkt der Interpack 2026. Vorträge und Diskussionen am 11. Mai 2026 zeigen, wie Unternehmen ihren CO2-Fußabdruck reduzieren und Verpackungen konsequent auf Recyclingfähigkeit ausrichten können. Datenbasierte Lebenszyklusanalysen, erneuerbare Rohstoffe und digitale Transparenz entlang der Lieferkette spielen dabei eine zentrale Rolle. Gleichzeitig wird diskutiert, wie Markenunternehmen regulatorische Anforderungen in konkrete Verpackungsstrategien übersetzen.

Neuartige Materialien für nachhaltige Verpackungen auf der Interpack 2026

Der sechste Tag des Interpack Spotlight Forums widmet sich am 12. Mai 2026  neuen Werkstoffen und Verpackungskonzepten. Experten stellen nachhaltige Polymerformulierungen, recyclingfähige Monomateriallösungen sowie faserbasierte Verpackungen vor. Auch die Entwicklung neuer Klebstoffsysteme und konstruktiver Ansätze für recyclingfreundliche Verpackungsdesigns wird diskutiert. Ziel ist es, industrielle Leistungsfähigkeit und Nachhaltigkeitsanforderungen miteinander zu verbinden.

Nachwuchs und Fachkräfte für die Branche

Am letzten Messetag richtet sich der Blick auf die nächste Generation der Verpackungsindustrie. Verbände, Unternehmen und Bildungseinrichtungen diskutieren Strategien zur Nachwuchsgewinnung sowie neue Qualifikationsprofile für die Branche. Programme wie „NextGen Plastics“ zeigen Perspektiven für junge Fachkräfte und sollen den Einstieg in die Packaging-Industrie erleichtern. Gleichzeitig geht es darum, wie Unternehmen attraktive Karrierewege schaffen und Talente langfristig binden können.

Interpack 2026 als zentrale Plattform für Wissenstransfer, Diskussion, strategische Orientierung

Mit dem Spotlight Forum positioniert sich die Interpack 2026 erneut als zentrale Plattform für Wissenstransfer, Diskussion und strategische Orientierung in der internationalen Verpackungsindustrie.

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