Gea hat sein Wachstum im zweiten Quartal 2026 beschleunigt. Der Auftragseingang erreichte 1,49 Milliarden Euro und lag damit 14,2 Prozent über den 1,31 Milliarden Euro des Vorjahresquartals. Organisch betrug der Zuwachs 15,4 Prozent. Zu den wesentlichen Treibern zählten nach Unternehmensangaben die Kundenindustrien Dairy Farming, Dairy Processing und Food. Auch der Umsatz entwickelte sich positiv. Er erhöhte sich gegenüber dem zweiten Quartal 2025 um zehn Prozent von 1,31 Milliarden Euro auf 1,44 Milliarden Euro. Organisch erreichte das Wachstum elf Prozent. Alle vier Divisionen trugen zu dieser Entwicklung bei. „Unser zweites Quartal war erneut sehr gut. Bei Auftragseingang und Umsatz sind wir zweistellig gewachsen. Dies ging Hand in Hand mit höherer Profitabilität“, erklärt CEO Stefan Klebert. Das Unternehmen sieht sich damit bei der Umsetzung seiner Strategie „Mission 30“ weiter auf Kurs.
Servicegeschäft stützt das Wachstum von Gea im zweiten Quartal
Neben dem Anlagen- und Maschinengeschäft entwickelte sich der Servicebereich weiter positiv. Der Serviceumsatz stieg im zweiten Quartal um 8,5 Prozent von 526 Millionen Euro auf 570,6 Millionen Euro. Damit entfielen 39,6 Prozent des Konzernumsatzes auf Dienstleistungen. Die Ergebnisentwicklung übertraf das Umsatzwachstum. Das Ebitda vor Restrukturierungsaufwand erhöhte sich gegenüber dem Vorjahresquartal um 15,6 Prozent auf 250,6 Millionen Euro. Im zweiten Quartal 2025 hatte der entsprechende Wert bei 216,7 Millionen Euro gelegen. Beim Konzernergebnis meldete Gea ebenfalls einen Zuwachs. Es stieg um 13,8 Prozent von 107 Millionen Euro auf 121,8 Millionen Euro.
Gea wächst auch im ersten Halbjahr 2026
Auf Halbjahressicht zeigt sich ebenfalls eine positive Entwicklung. Von Januar bis Juni erreichte der Auftragseingang 2,95 Milliarden Euro. Gegenüber 2,72 Milliarden Euro im ersten Halbjahr 2025 entspricht dies einem Anstieg um 8,3 Prozent. Der Konzernumsatz erhöhte sich im gleichen Zeitraum um 5,7 Prozent auf 2,72 Milliarden Euro. Organisch lag das Wachstum bei 8,2 Prozent. Der Anteil des Servicegeschäfts am Gesamtumsatz erreichte 40,3 Prozent und lag damit geringfügig unter den 40,9 Prozent des Vorjahreszeitraums. Das Ebitda vor Restrukturierungsaufwand verbesserte sich um zehn Prozent von 415 Millionen Euro auf 456,5 Millionen Euro. Beim Konzernergebnis verzeichnete der Maschinenbauer ebenfalls ein Plus von zehn Prozent auf 221,5 Millionen Euro.
Höhere Profitabilität begleitet Umsatzwachstum bei Gea
Die Zahlen des zweiten Quartals zeigen, dass das Wachstum mit einer überproportionalen Entwicklung des Ebitda vor Restrukturierungsaufwand einherging. Während der Umsatz um zehn Prozent zunahm, erhöhte sich diese Ergebniskennzahl um 15,6 Prozent. Neben der Nachfrage aus wichtigen Kundenindustrien trägt das Servicegeschäft zur Geschäftsentwicklung bei. Mit einem Umsatzanteil von knapp 40 Prozent im zweiten Quartal bildet es einen wesentlichen Bestandteil des Geschäftsmodells.
Gea hebt Prognose für 2026 an
Aufgrund der Geschäftsentwicklung hat Gea Ende Juli seine Erwartungen für das Gesamtjahr 2026 erhöht. Beim organischen Umsatzwachstum rechnet das Unternehmen nun mit einem Korridor von sechs bis acht Prozent. Zuvor war Gea von fünf bis sieben Prozent ausgegangen. Damit erwartet der Maschinen- und Anlagenbauer nach dem Wachstum im ersten Halbjahr auch für das Gesamtjahr eine stärkere organische Umsatzentwicklung als bislang angenommen. Die Entwicklung von Auftragseingang, Umsatz und Ergebnis im zweiten Quartal bildet die Grundlage für den angehobenen Ausblick.