Lanxess hat im zweiten Quartal 2026 einen Umsatz von 1,56 Milliarden Euro erzielt. Gegenüber den 1,47 Milliarden Euro des Vorjahresquartals entspricht dies einem Anstieg um 6,5 Prozent. Das Ebitda vor Sondereinflüssen erhöhte sich um 1,3 Prozent auf 152 Millionen Euro. Zur positiven Entwicklung trugen insbesondere eine verbesserte Nachfrage und höhere Absatzmengen bei. Gleichzeitig gelang es dem Spezialchemiekonzern, gestiegene Rohstoff- und Energiekosten durch höhere Verkaufspreise weitgehend auszugleichen.
Lanxess legt gegenüber dem ersten Quartal deutlich zu
Noch ausgeprägter fällt die Entwicklung im Vergleich mit den ersten drei Monaten des laufenden Jahres aus. Gegenüber dem ersten Quartal 2026 stieg der Umsatz um 13,3 Prozent. Das Ebitda vor Sondereinflüssen verbesserte sich um 61,7 Prozent. „Im zweiten Quartal hat sich die erwartete Dynamik bestätigt und wir konnten von einer gestiegenen Nachfrage profitieren, auch durch temporäre Effekte infolge des Konflikts im Nahen Osten. Erstmals seit einem Jahr haben wir Steigerungen der Mengen und Preise wieder zeitgleich umsetzen können“, erklärt Matthias Zachert, Vorstandsvorsitzender von Lanxess. Die Entwicklung bewertet der Konzern dennoch zurückhaltend. Ein nachhaltiger Nachfrageaufschwung in den Kernmärkten sei derzeit nicht absehbar. Bis zum Jahresende erwartet das Unternehmen keine weiteren konjunkturellen Impulse. Gleichzeitig sollen die laufenden Kostensenkungsprogramme in der zweiten Jahreshälfte einen höheren Ergebnisbeitrag leisten als in den ersten sechs Monaten.
Höhere Nachfrage stärkt das Geschäft mit Spezialadditiven
Deutliche Zuwächse erzielte Lanxess im Segment Specialty Additives. Der Umsatz erhöhte sich im zweiten Quartal um 11,4 Prozent auf 588 Millionen Euro. Das Ebitda vor Sondereinflüssen legte mit 32,8 Prozent noch stärker zu und erreichte 77 Millionen Euro. Im Vorjahresquartal waren es 58 Millionen Euro. Eine höhere Nachfrage führte in sämtlichen Geschäftsbereichen des Segments zu steigenden Absatzmengen. Darüber hinaus konnte der Konzern höhere Rohstoffkosten durch angepasste Verkaufspreise an die Kunden weitergeben.
Lanxess verzeichnet unterschiedliche Ergebnisentwicklung in den Segmenten
Im Segment Consumer Protection stieg der Umsatz gegenüber dem Vorjahresquartal um 5,3 Prozent auf 515 Millionen Euro. Das Ebitda vor Sondereinflüssen ging hingegen um 6,9 Prozent auf 81 Millionen Euro zurück. Beim Vergleich ist zu berücksichtigen, dass das Vorjahresergebnis eine Versicherungserstattung im hohen einstelligen Millionen-Euro-Bereich enthielt.
Advanced Intermediates erzielte einen Umsatz von 456 Millionen Euro. Damit lagen die Erlöse 2,2 Prozent über den 446 Millionen Euro des zweiten Quartals 2025. Beim Ergebnis zeigte sich dagegen eine rückläufige Entwicklung. Das Ebitda vor Sondereinflüssen sank um 20,5 Prozent von 44 Millionen Euro auf 35 Millionen Euro. Höhere Verkaufspreise kompensierten in diesem Segment zwar die gestiegenen Rohstoffkosten. Belastend wirkten jedoch weiterhin hohe Energiekosten sowie der gezielte Abbau von Vorräten.
Jahresprognose von Lanxess bleibt unverändert
Trotz der verbesserten Geschäftsentwicklung im zweiten Quartal bleibt der Spezialchemiekonzern bei seinem bisherigen Ausblick. Für das Gesamtjahr 2026 erwartet Lanxess weiterhin ein Ebitda vor Sondereinflüssen zwischen 450 und 550 Millionen Euro. Damit berücksichtigt die Prognose sowohl die zuletzt verbesserte Nachfrage als auch das weiterhin anspruchsvolle wirtschaftliche Umfeld. Zusätzliche Unterstützung für das Ergebnis erwartet das Unternehmen im zweiten Halbjahr vor allem durch seine Kostensenkungsprogramme.