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Skalierbarkeit in komplexen Prozessanlagen
Endress+Hauser validiert Ethernet-APL mit Covestro, BASF und Yokogawa auf heterogenen Anlagenarchitekturen
Montag, 03. August 2026
| Redaktion
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Ethernet-APL im Praxistest: Endress+Hauser validierte gemeinsam mit Covestro, BASF und Yokogawa die Skalierbarkeit von Ethernet-APL in einer komplexen, herstellerübergreifenden Prozessautomatisierungsumgebung
Praxistest: Endress+Hauser validierte gemeinsam mit Covestro, BASF und Yokogawa die Skalierbarkeit von Ethernet-APL in einer komplexen, herstellerübergreifenden Prozessautomatisierungsumgebung, Bild: Endress+Hauser

Gemeinsam mit Covestro, BASF und Yokogawa hat Endress+Hauser einen weiteren groß angelegten Skalierbarkeitstest für Ethernet-APL durchgeführt. Ziel war es, die Validierung auf komplexere, herstellerübergreifende Prozessautomatisierungsumgebungen auszuweiten. Der Test fand im Mai 2026 bei Endress+Hauser Digital Solutions in Reinach, Schweiz, statt. Im Mittelpunkt stand dabei erstmals nicht die Anzahl der angeschlossenen Feldgeräte, sondern die Skalierbarkeit unterschiedlicher Anlagenarchitekturen. Zu diesem Zweck wurde ein „CENTUM VP“-Leitsystem von Yokogawa mit dem Asset-Management-System „Plant Resource Manager“ (PRM) in eine groß angelegte Testumgebung auf Basis von Profinet über Ethernet-APL integriert.

Ethernet-APL validiert komplexe Netzwerkarchitekturen

Aufbauend auf früheren herstellerübergreifenden Tests wurde der Umfang der Validierung deutlich erweitert. Neben der Prüfung unter Spitzenlastbedingungen erfolgte erstmals ein mehrtägiger Langzeittest, um das Verhalten des Netzwerks unter realistischen Betriebsbedingungen zu bewerten. Die Testumgebung umfasste Multi-Ring-Ethernet-APL-Topologien, unterschiedliche Infrastrukturkomponenten sowie die Integration von Leitsystemen, Feldgeräten und Switches verschiedener Hersteller. Zusätzlich wurde der Asset-Management-Zugriff über mehrere Netzwerksegmente mithilfe einer privaten VLAN-Architektur validiert. „Die erfolgreichen Ergebnisse dieses fünften groß angelegten Tests geben den Anwendern Vertrauen in die Reife, Skalierbarkeit und Flexibilität, die Ethernet-APL in realen, herstellerübergreifenden Architekturen bietet“, erklärt Karl Büttner, Advanced Expert Product Management bei Endress+Hauser.

Yokogawa erweitert das Ethernet-APL-Ökosystem

Erstmals wurde das Leitsystem „CENTUM VP“ von Yokogawa erfolgreich in die Testumgebung integriert. Damit erweitert sich die Zahl der validierten DCS-Plattformen für Ethernet-APL. Gleichzeitig bestätigt die Einbindung weiterer Ethernet-APL-Switches und Netzwerkinfrastruktur-Komponenten die Interoperabilität innerhalb des wachsenden Ethernet-APL-Ökosystems.

Ethernet-APL überzeugt unter realistischen Betriebsbedingungen

Die Tests wurden unter der Leitung von Covestro durchgeführt. BASF brachte dabei die Erfahrungen aus früheren Skalierbarkeitstests ein. „Ethernet-APL ist ein Schlüsselelement auf unserem Weg zur digitalen Transformation. Es erweitert die durchgängige Ethernet-Kommunikation auf die Feldebene und erschließt so die Datentransparenz und Konnektivität, die für die vollständige Digitalisierung unserer Betriebsabläufe erforderlich sind. Durch die aktive Beteiligung an diesem Skalierbarkeitstest konnten wir die Technologie unter Bedingungen validieren, welche die Komplexität unserer realen Produktionsumgebungen nahezu genau widerspiegeln. Die Ergebnisse stärken unser Vertrauen in die Einsatzreife der Technologie in groß angelegten industriellen Umgebungen“, sagt Sebastian Mahler, Vice President und Head of Process Control Technology bei Covestro.

Auch BASF sieht die Ergebnisse als weiteren Meilenstein. „Mit dem erfolgreichen Abschluss der jüngsten Tests können wir nun bestätigen, dass auch Yokogawa im Jahr 2026 im Rahmen eines von Covestro geleiteten und bei Endress+Hauser durchgeführten Tests die Skalierbarkeit unter Beweis gestellt hat“, ergänzt Gerd Niedermayer, Senior E&I Engineering Manager bei BASF.

Herstellerübergreifende Interoperabilität im Praxistest demonstriert

Für den Test wurden Komponenten verschiedener Hersteller miteinander kombiniert und validiert. Dazu gehörten das Yokogawa-„CENTUM VP“-Leitsystem mit „Plant Resource Manager“, APL-Feldgeräte von Endress+Hauser, APL-Stellungsregler von Samson sowie Ethernet-APL-Switches von R. Stahl, Softing, Phoenix Contact und Pepperl+Fuchs. Die Netzwerkinfrastruktur umfasste außerdem einen Hirschmann-Switch mit privater VLAN-Struktur für den Asset-Management-Zugriff sowie Siemens-„Scalance“-Switches als Media Redundancy Protocol (MRP)-Manager. Mit der erfolgreichen Validierung unter realitätsnahen Bedingungen unterstreicht Endress+Hauser nach eigenen Angaben die Einsatzreife von Ethernet-APL für komplexe und herstellerübergreifende Anwendungen in der Prozessindustrie.

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