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VDMA-Umfrage zeigt mehr Optimismus, aber weiterhin hohe Unsicherheit im Maschinenbau
Maschinenbau blickt trotz leichter Stimmungsaufhellung weiter verhalten nach vorn
Montag, 13. Juli 2026
| Redaktion
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Deutscher Maschinen- und Anlagenbau: VDMA-Chefvolkswirt Dr. Johannes Gernandt
VDMA-Chefvolkswirt Dr. Johannes Gernandt, Bild: VDMA

Die Stimmung im deutschen Maschinenbau hat sich im zweiten Quartal 2026 leicht verbessert. Nach der aktuellen Konjunkturerhebung des VDMA bewerten 28 Prozent der Unternehmen ihre Geschäftslage als gut oder sehr gut. Knapp ein Viertel stuft sie dagegen als schlecht oder sehr schlecht ein. Damit liegt der Saldo erstmals seit dem Jahresbeginn wieder leicht im positiven Bereich. Auch die Erwartungen hellten sich etwas auf: Rund ein Viertel der Unternehmen rechnet in den kommenden sechs Monaten mit einer Verbesserung der Geschäftslage, elf Prozent erwarten eine Verschlechterung.

Maschinenbau erwartet nur moderates Umsatzwachstum

Trotz der etwas besseren Stimmung bleibt die wirtschaftliche Entwicklung verhalten. Für das laufende Jahr rechnen die Unternehmen im Durchschnitt weiterhin mit einem moderaten nominalen Umsatzwachstum, die Erwartungen liegen jedoch leicht unter denen der vorherigen Umfrage. Für 2027 fällt der Ausblick etwas optimistischer aus, die Einschätzungen unterscheiden sich allerdings deutlich zwischen den Unternehmen. „Die Stimmung im Maschinen- und Anlagenbau hat sich zwar etwas aufgehellt. Der Iran-Krieg hat die Unsicherheit aber wieder erhöht und die globale Konjunktur zusätzlich abgekühlt“, erklärt VDMA-Chefvolkswirt Dr. Johannes Gernandt.

Deutschland bleibt Schwachpunkt im Maschinenbau

Bei den wichtigsten Absatzmärkten zeigen sich deutliche Unterschiede. Nordamerika wird weiterhin am positivsten bewertet: Knapp 39 Prozent der Unternehmen berichten dort von einer guten oder sehr guten Geschäftslage. China wird dagegen uneinheitlich eingeschätzt. Während 24 Prozent die Lage positiv bewerten, sehen 35 Prozent den Markt kritisch. Am schwächsten schneidet der deutsche Binnenmarkt ab. Rund 35 Prozent der Unternehmen beurteilen die Geschäftslage in Deutschland als schlecht oder sehr schlecht. Lediglich knapp 20 Prozent sprechen von einer guten oder sehr guten Entwicklung. Für die kommenden Monate erwarten die meisten Unternehmen keine grundlegende Verbesserung. Die Europäische Union wird insgesamt stabiler eingeschätzt, ohne jedoch eine spürbare Wachstumsdynamik zu zeigen.

Lieferketten belasten den Maschinenbau zunehmend

Die Folgen des Iran-Kriegs wirken sich inzwischen auch auf die Lieferketten aus. Besonders betroffen sind Metalle, Kunststoffe, Chemikalien und Elektronikkomponenten. Vor allem bei Elektronikbauteilen berichten mehr als 20 Prozent der Unternehmen von merklichen oder gravierenden Lieferengpässen. Nach Einschätzung des VDMA verstärken die geopolitischen Entwicklungen die ohnehin bestehenden Herausforderungen in der Materialversorgung und erhöhen die Unsicherheit bei vielen Unternehmen zusätzlich.

Branche fordert bessere Rahmenbedingungen

Auch die Beschäftigungssituation bleibt angespannt. Weiterhin planen mehr Unternehmen einen Personalabbau als einen Stellenaufbau. Gleichzeitig hat sich die Kapazitätsauslastung nur leicht verbessert. Rund 17 Prozent der Unternehmen arbeiten mit weniger als 70 Prozent Auslastung, während etwa ein Drittel eine Auslastung zwischen 80 und 90 Prozent erreicht. „Kunden zögern mit Investitionen, weil die Unsicherheit hoch bleibt und sich Kosten, Regulierung und internationaler Wettbewerbsdruck gegenseitig verstärken“, ergänzt Gernandt. „Gerade der Mittelstand braucht jetzt verlässliche Rahmenbedingungen, weniger Bürokratie, wettbewerbsfähige Kosten und faire Wettbewerbsbedingungen, damit aus vorsichtiger Planung wieder konkrete Aufträge werden.“

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