Strategie der Vereinheitlichung und Straffung der digitalen Organisation
BASF baut globale digitale Strukturen mit Digital Hub in Indien aus
Montag, 02. Februar 2026
| Redaktion
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v.l.n.r.: Dr. Dirk Elvermann, CFO und Chief Digital Officer bei BASF, mit dem indischen Handels- und Industrieminister Piyush Goyal bei einem Treffen Ende Januar 2026 in Neu-Delhi
v.l.n.r.: Dr. Dirk Elvermann, CFO und Chief Digital Officer bei BASF, mit dem indischen Handels- und Industrieminister Piyush Goyal bei einem Treffen Ende Januar 2026 in Neu-Delhi, Bild: BASF

Der Chemiekonzern BASF stärkt seine globale Digitalstrategie durch einen neuen Standort im indischen Hyderabad. Mit dem geplanten Digital Hub erweitert das Unternehmen sein bestehendes Netzwerk digitaler Servicezentren und verfolgt das Ziel, Services weltweit schneller, standardisierter und kosteneffizienter bereitzustellen.

Digital Hub ergänzt bestehende Infrastruktur von BASF

Der neue Standort ergänzt die bestehenden Digital Hubs in Ludwigshafen, Madrid und Kuala Lumpur. Aus diesen Einheiten heraus bietet BASF zentrale digitale Dienstleistungen für Geschäftsbereiche weltweit an. Hyderabad soll künftig als wettbewerbsfähiger Standort zur Entlastung der bisherigen Hubs beitragen und Synergien in der Servicebereitstellung erschließen.

Hyderabad gilt als etablierter Technologiestandort mit guter Infrastruktur, hohem Fachkräftepotenzial und wettbewerbsfähigen Rahmenbedingungen. „Mit diesem nächsten Schritt zur Optimierung der BASF Service Organisation sichern wir uns digitale Services zu wettbewerbsfähigen Konditionen“, betont Dr. Dirk Elvermann, Finanzvorstand und Chief Digital Officer der BASF SE. „Hyderabad bietet alle Voraussetzungen für einen hochmodernen Digital Hub mit globaler Ausrichtung. Eine nahtlose Zusammenarbeit zwischen diesem neuen Digital Hub in Indien und unseren bestehenden globalen Digital Hubs sowie eine herausragende Serviceerbringung für unsere Geschäfte haben höchste Priorität.“

Vereinheitlichung digitaler Prozesse im Fokus

Ein zentraler Bestandteil der Digitalstrategie ist die Standardisierung des digitalen Portfolios. Damit soll die Komplexität der IT-Landschaft reduziert und der Fokus auf Anwendungen gelegt werden, die direkt zur Wertschöpfung in den Kerngeschäften beitragen. Der Digitalbereich wird strukturell angepasst, um Effizienzpotenziale langfristig zu nutzen.

Im Zuge der Umstrukturierung plant BASF, die globale Belegschaft im Bereich Digital Services deutlich zu verkleinern. Dies betrifft auch Arbeitsplätze am Standort Ludwigshafen. Zudem wird die Zahl der Standorte verringert, an denen Mitarbeitende im digitalen Bereich beschäftigt sind. Die Umsetzung erfolgt laut Unternehmen sozialverträglich und im Rahmen geltender Mitbestimmungsregelungen.

Betriebsstart der neue BASF-Gesellschaft für 2026 geplant

Die neue Gesellschaft „BASF Digital Solutions Private Limited“ wird zeitnah ihre Arbeit aufnehmen. Die Rekrutierung der ersten Teams ist bereits angelaufen. Dietrich Spandau, President Global Digital Services, sieht im neuen Standort ein langfristig wachstumsorientiertes Projekt: Ziel sei es, einen modernen Arbeitsplatz für leistungsstarke, global agierende Teams zu etablieren.

Digitale Services für die Chemieindustrie im Fokus

Mit dem Ausbau der digitalen Infrastruktur in Indien reagiert BASF auf die steigenden Anforderungen an Effizienz und Geschwindigkeit in der Chemieindustrie. Der Digital Hub soll einen Beitrag leisten, zentrale Geschäftsprozesse zu unterstützen und digitale Neuentwicklungen standortübergreifend verfügbar zu machen.

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