In Produktions- und Verwaltungsumgebungen werden häufig mehrere Systeme parallel genutzt, etwa für Auftragsverwaltung, Produktionssteuerung oder Prozessüberwachung. Der Informationsbedarf direkt am Arbeitsplatz steigt kontinuierlich. In vielen Fällen reicht ein einzelner Bildschirm nicht mehr aus, um Applikationen übersichtlich darzustellen. Ob eine Multimonitor-Lösung umgesetzt werden kann, hängt maßgeblich von den jeweiligen IT- und Sicherheitsrichtlinien ab. Insbesondere die Frage, ob unterschiedliche IP-Netzwerke an einem Endgerät zusammengeführt werden dürfen, bestimmt die technische Ausgestaltung. Vor diesem Hintergrund bietet R. Stahl zwei unterschiedliche Lösungsansätze an.
Multimonitor-Betrieb bei zugelassener Netzwerkkopplung
Wenn unternehmensseitig erlaubt ist, zwei Netzwerke innerhalb eines Geräts zu verbinden, kommt eine Multimonitor-Architektur mit einem Direktmonitor zum Einsatz. Dieser ist für explosionsgefährdete Bereiche der Zonen 1, 2, 21 und 22 ausgelegt und wird über USB mit einem Thin Client gekoppelt.
Die Lösung ermöglicht die Darstellung unterschiedlicher Applikationen auf getrennten Monitoren. Anwender können damit ähnlich wie bei einem Office-Arbeitsplatz mit zwei Bildschirmen arbeiten, jedoch unter industriellen und explosionsgeschützten Bedingungen. Prozesse lassen sich parallel überwachen und bedienen, ohne zwischen Anwendungen wechseln zu müssen.
Shared Keyboard als Alternative zum Multimonitor
Ist eine Netzwerkkopplung aus Sicherheitsgründen nicht zulässig, bietet R. Stahl eine Shared-Keyboard-Variante an. In diesem Fall kommen zwei separate Thin Clients zum Einsatz, auf denen die jeweiligen Anwendungen strikt voneinander getrennt laufen. Eine direkte Verbindung der Netzwerke findet nicht statt.
Lösung unabhängig von Automatisierungs- oder Verwaltungssystemen
Tastatur und Maus werden jedoch gemeinsam genutzt. Der Bediener kann zwischen den Systemen wechseln, wobei der Fokus automatisch auf die aktive Applikation gelegt wird. Die Lösung funktioniert unabhängig von spezifischen Automatisierungs- oder Verwaltungssystemen und lässt sich universell einsetzen. Horst Friedrich, Director Product Marketing bei R. Stahl HMI, erläutert: „Mit Multimonitor- und Keyboard-Sharing können Unternehmen ihre Prozesse effizienter steuern und gleichzeitig alle IT-Richtlinien einhalten. Die Lösung läuft bereits seit mehreren Monaten erfolgreich im produktiven Einsatz.“
Multimonitor-Technologie für höhere Prozesssicherheit
Durch die parallele Darstellung mehrerer Anwendungen lassen sich Fehlerquellen reduzieren und Abläufe transparenter gestalten. Komplexe Prozesse können gleichzeitig bedient und dokumentiert werden, ohne zusätzliche Hardware oder umfangreiche Netzwerkanpassungen vornehmen zu müssen. Die Multimonitor- und Shared-Keyboard-Konzepte unterstützen damit Unternehmen dabei, ihre Prozesskontrolle zu verbessern und bestehende IT-Sicherheitsanforderungen einzuhalten.