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Aufwand für Datenerfassung reduziert sich um 30 Prozent
Agentenbasierte KI automatisiert Emissionsmanagement in der anlagenintensiven Chemieindustrie
Dienstag, 01. September 2026
| Redaktion
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Mit der Lösung für ein automatisiertes Emissionsmanagement können Unternehmen in wenigen Wochen eine auditfähige Ausgangsbasis für die Emissions-Berichterstattung schaffen, jährlich hunderte Stunden Arbeitszeit einsparen und den Aufwand für die Datenerfassung um 30 Prozent reduzieren
Mit der Lösung für ein automatisiertes Emissionsmanagement können Unternehmen in wenigen Wochen eine auditfähige Ausgangsbasis für die Emissions-Berichterstattung schaffen, jährlich hunderte Stunden Arbeitszeit einsparen und den Aufwand für die Datenerfassung um 30 Prozent reduzieren, Bild: IFS

Beim Emissionsmanagement stehen Industrieunternehmen vor der Aufgabe, Daten aus unterschiedlichen Anlagen, Prozessen und Systemen zusammenzuführen und für Berichte sowie Dekarbonisierungsmaßnahmen nutzbar zu machen. IFS hat dafür die Software „IFS Zero“ entwickelt. Sie erfasst und verarbeitet CO2-Emissionen der Kategorien Scope 1, Scope 2 und Scope 3 und soll insbesondere Unternehmen mit anlagenintensiven Produktionsstrukturen eine detailliertere Auswertung ihrer Emissionsdaten ermöglichen.

Emissionsmanagement verarbeitet Daten mit KI-Agenten

„IFS Zero“ setzt agentenbasierte KI über den gesamten Datenlebenszyklus ein. Die Software ordnet Quellen zu, validiert Daten, kennzeichnet Anomalien und bereitet Ergebnisse für Audits auf. Damit adressiert der Anbieter einen Prozess, der in Unternehmen häufig noch durch unterschiedliche Datenquellen, manuelle Abgleiche und Tabellenkalkulationen geprägt ist. Nach Angaben von IFS können Unternehmen mit der Software innerhalb weniger Wochen eine auditfähige Ausgangsbasis für ihre Emissionsberichterstattung aufbauen. Der Aufwand für die Datenerfassung soll sich um 30 Prozent reduzieren. Zudem spricht der Anbieter von einer möglichen Einsparung von mehreren hundert Arbeitsstunden pro Jahr.

Von der CO2-Bilanz zur operativen Dekarbonisierung

Die Software ist mit dem übergeordneten Sustainability-Management-Modul von IFS verbunden. Dort werden neben Emissionen weitere Nachhaltigkeitsdaten wie soziale Auswirkungen und Diversitätskennzahlen zusammengeführt. „IFS Zero“ konzentriert sich dagegen auf die detaillierte Betrachtung der CO2-Emissionen und stellt dafür Echtzeitdaten bereit. Für anlagenintensive Branchen ist insbesondere die Verbindung von Emissionsdaten mit dem laufenden Betrieb relevant. Statt CO2-Werte ausschließlich nachträglich für Berichte aufzubereiten, sollen Unternehmen Entwicklungen auf Anlagenebene analysieren und daraus Maßnahmen für den Betrieb ableiten können.

„IFS Zero verändert das Emissions-Management von Industrieunternehmen grundlegend“, erklärt Caitlin Keam, VP Manufacturing and Sustainability Applications bei IFS. „Viel zu lange stand es für langsame Implementierungen, manuelle Tabellenkalkulationen und nachträgliche Berichterstattung. Unsere neue Lösung ersetzt dies durch eine autonome KI-Plattform, die in kurzer Zeit eine prüfbare Ausgangsbasis liefert und Einblicke in die täglichen Abläufe eröffnet. Mit ihr können Unternehmen über die reine Einhaltung von Vorschriften hinausgehen und Nachhaltigkeit als echten strategischen Vorteil nutzen.“

Emissionsmanagement auf Anlagenebene gewinnt an Bedeutung

Auch die Verbindung von Nachhaltigkeitsdaten mit Energieverbrauch und Anlageneffizienz rückt stärker in den Fokus. Alessandra Leggieri, Senior Analyst für Netto-Null und Energiewende bei Verdantix, kommentiert: „Da sich anlagenintensive Branchen von der reinen CO2-Berichterstattung zur operativen Dekarbonisierung bewegen, tendieren Käufer zunehmend zu Anbietern mit einer starken Daten- und operativen Grundlage. Dazu zählen insbesondere Anbieter, die in der Lage sind, die Komplexität auf Anlagenebene zu bewältigen, Emissionsdaten mit Energieverbrauchs- und Effizienzanalysen zu verknüpfen und Erkenntnisse zur Nachhaltigkeit in die täglichen Betriebs- und Investitionsentscheidungen einfließen zu lassen.“ Für die Chemieindustrie ist dieser Ansatz insbesondere aufgrund ihrer komplexen Produktions- und Anlagenstrukturen relevant. Emissionsdaten können aus unterschiedlichen Produktionsschritten, Energieverbräuchen und vor- beziehungsweise nachgelagerten Prozessen stammen. Eine gemeinsame Datenbasis kann deshalb die Analyse von Scope-1-, Scope-2- und Scope-3-Emissionen unterstützen.

Studie untersucht Potenzial industrieller KI

IFS verweist zudem auf Untersuchungen von Generation Investment Management, einem Investor des Softwareanbieters. Demnach könnte die Technologie bei vollständiger Einführung in den drei größten von IFS bedienten Industriesektoren dazu beitragen, mehr als zwei Prozent der weltweiten CO2-Emissionen zu vermeiden. Die Angabe beschreibt ein berechnetes Potenzial und keine bereits erreichte Emissionsminderung.

Das Tool ist Bestandteil des Software-Releases „IFS Cloud 26R1“. Dieses umfasst weitere Funktionen für Enterprise Resource Planning, Service Management und Enterprise Asset Management sowie für die Wartung von Flugzeugen. Mit dem neuen Modul erweitert der Anbieter die Plattform um ein spezialisiertes Werkzeug für das Emissionsmanagement in anlagenintensiven Industrien.

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