Nichts mehr verpassen: Der chemieindustrie-online.de Newsletter präsentiert regelmäßig die Highlights aus der Welt der Chemieindustrie. Ja, ich möchte den chemieindustrie-online.de Newsletter - widerruflich - abonnieren:



Bitte bestätigen Sie die Newsletter-Anmeldung in der Email, die Sie von uns in Kürze erhalten. Wir gewährleisten die Sicherheit Ihrer Daten nach den aktuellen Datenschutzgesetzen. Den Newsletter können Sie jederzeit mit einem Mausklick wieder abbestellen (= Widerruf der Einwilligung).

Internationalisierung und Digitalisierung treiben Umsatzentwicklung voran
Hima steigert Umsatz 2025 auf 190,5 Millionen Euro trotz schwieriger Marktbedingungen
Mittwoch, 24. Juni 2026
| Redaktion
Teilen auf:
Jörg de la Motte, CEO, Steffen Philipp, Gesellschafter und  Dr. Michael Löbig, CFO, Bild: Hima Group
(v.l.n.r.) Jörg de la Motte, CEO, Steffen Philipp, Gesellschafter und Dr. Michael Löbig, CFO, Bild: Hima Group

Die Hima Group hat sich im Geschäftsjahr 2025 in einem herausfordernden wirtschaftlichen Umfeld behauptet und ihren Umsatz leicht gesteigert. Der Umsatz verbesserte sich um 2,4 Prozent auf 190,5 Millionen Euro. Wachstumstreiber waren vor allem die internationale Expansion sowie der kontinuierliche Ausbau der Digital- und Lösungskompetenz. Während die Prozessindustrie in der DACH-Region von einer schwachen Marktentwicklung geprägt war, konnte Hima die Rückgänge durch eine stärkere internationale Präsenz kompensieren. Gleichzeitig wirkten sich Währungseffekte außerhalb des Euroraums belastend auf das Geschäft aus. Beim Auftragseingang verzeichnete das Unternehmen aufgrund der insgesamt gedämpften Investitionsneigung einen leichten Rückgang.

Jörg de la Motte, CEO der Hima Group, betont: „Wir sind in einem deutlich schwierigeren Umfeld nochmals leicht gewachsen. Das zeigt die Robustheit unseres Geschäftsmodells.“ Gleichzeitig beobachte das Unternehmen längere Entscheidungsprozesse und Projektverschiebungen in vielen Märkten. Umso wichtiger sei der Ausbau der internationalen Präsenz, der digitalen Kompetenzen und der Position als Lösungsanbieter.

Hima erzielt den Großteil des Umsatzes außerhalb der DACH-Region

Die internationale Ausrichtung der Unternehmensgruppe spiegelt sich zunehmend in der Umsatzverteilung wider. Der Anteil der DACH-Region am Gesamtumsatz sank von 24 auf 21 Prozent. Weitere EU-Länder trugen 19 Prozent zum Umsatz bei, gefolgt von der Region Asien-Pazifik mit 16 Prozent sowie dem Mittleren Osten mit 13 Prozent. Auf das Vereinigte Königreich und Norwegen entfielen jeweils zwölf Prozent, Amerika steuerte sieben Prozent bei. Insgesamt erwirtschaftet Hima inzwischen 79 Prozent seines Umsatzes außerhalb der DACH-Region. Diese Entwicklung unterstreicht die Bedeutung der internationalen Märkte für das weitere Wachstum des Unternehmens.

Nachhaltigkeit gewinnt für Hima an Bedeutung

Ein wichtiger Meilenstein des vergangenen Geschäftsjahres war die Veröffentlichung des ersten Nachhaltigkeitsberichts. Obwohl keine gesetzliche Verpflichtung besteht, bündelt Hima darin seine Aktivitäten in den Bereichen Umwelt, soziale Verantwortung und Unternehmensführung. Steffen Philipp, Gesellschafter der Hima Group, erklärt: „Als Familienunternehmen verfolgt Hima ökonomische, ökologische und soziale Ziele, um langfristig erfolgreich und verantwortungsvoll zu handeln und zugleich nachhaltige Perspektiven für die nächste Generation zu schaffen.“ Nachhaltiges und profitables Wachstum sei dabei ein wesentlicher Bestandteil der Unternehmensstrategie.

Zu den Maßnahmen gehören unter anderem Projekte zur Reduzierung von CO2-Emissionen, nachhaltigere Messekonzepte, Ladeinfrastruktur für Mitarbeitende, lokale Umweltinitiativen sowie Programme zur Förderung von Diversität, Weiterbildung und Compliance.

Hima stärkt seine Lösungskompetenz durch Akquisitionen

Im Mittelpunkt der strategischen Weiterentwicklung standen 2025 die Themen Internationalisierung, Digitalisierung und Lösungsorientierung. Die Integration von Sella Controls, das seit Februar 2023 zur Unternehmensgruppe gehört, wurde erfolgreich abgeschlossen. Innerhalb der Gruppe übernimmt das Unternehmen die Rolle eines Kompetenzzentrums für Bahntechnik. Zu den wichtigen Projekten zählen die Modernisierung des Scada-Systems der Tyne & Wear Metro in Newcastle sowie ein Auftrag zur Erneuerung der Bahninfrastruktur im Chemelot Industriepark in den Niederlanden.

Auch die Integration von Origo Solutions ist weit fortgeschritten. Das Unternehmen, das seit Februar 2024 Teil der Hima Group ist, stärkt insbesondere die Aktivitäten in Skandinavien und erweitert die Kompetenzen in den Bereichen konventionelle und erneuerbare Energien. Gleichzeitig treibt Hima mit der neuen Einheit Hima Digital seine Digitalisierungsstrategie unter dem Leitmotiv „#safetygoesdigital“ voran.

Internationale Expansion und Partnerschaften ausgebaut

Neben den Akquisitionen hat Hima seine internationale Präsenz weiter ausgebaut. In China wurde im Dezember 2025 der neue Hauptsitz in Shanghai eröffnet. Auch die Aktivitäten in Indien werden nach der Gründung von Hima India weiter ausgebaut. In Lateinamerika stärkt das Unternehmen seine Marktposition durch Niederlassungen in Kolumbien und Peru. Darüber hinaus setzt Hima auf strategische Partnerschaften. Die Zusammenarbeit mit Genua im Hima Security Lab wurde intensiviert. Gemeinsam mit Samson entwickelt das Unternehmen Lösungen für HIPS- und Pipeline-Management-Anwendungen in der Prozessindustrie. Weitere Kooperationen bestehen unter anderem mit Valmet, Hilscher und den Deuta-Werken.

Digitalisierung und Energieinfrastruktur bieten Wachstumspotenzial

Für das laufende Geschäftsjahr erwartet das Unternehmen weiterhin anspruchsvolle Rahmenbedingungen. Dr. Michael Löbig, CFO von Hima, erklärt: „Für 2026 planen wir ein weiteres Umsatzwachstum, können den Wachstumspfad aus heutiger Sicht aber noch nicht uneingeschränkt bestätigen. Mit Blick auf geopolitische Risiken, Währungseffekte und die Investitionszurückhaltung in einzelnen Märkten bleiben wir vorsichtig.“ 

Langfristig sieht der Hersteller jedoch Chancen in Bereichen wie Energieinfrastruktur, erneuerbare Energien, Wasserstoff, Pipeline-Projekten und der Digitalisierung sicherheitskritischer Prozesse. Mit Hima Digital bündelt die Unternehmensgruppe ihre Aktivitäten rund um digitale Lösungen. Im Mittelpunkt steht die offene Plattform „hima360“, die Daten, Anwendungen und Services entlang des gesamten Safety Lifecycles vernetzt. „Das Marktumfeld bleibt volatil“, betont Jörg de la Motte. „Gleichzeitig wächst der Bedarf an funktionaler Sicherheit, OT-Security und digitalen Lösungen. Genau hier setzen wir mit der neuen Einheit Hima Digital an.“

Auch interessant für Sie

Jörg de la Motte, CEO der Hima Group, eröffnete das Sicherheitssymposium.
Eröffnung ‚Hima Security Lab in Cooperation with Genua’
Sergej Arent (Director Applications) und Jörg de la Motte (CEO) von der Hima Group
Hannover Messe 2018 Sonderschau "Process Industrie 4.0": Module für die smarte Chemiefabrik
Yao Zhou und Peter Sieber von Hima
André Fritsch von R. Stahl demonstriert, wie Ethernet-APL in Kombination mit 2-Wise eine sichere und gleichzeitig unkomplizierte Netzwerkinstallation in Ex-Bereichen ermöglicht.