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Zusammenschluss soll integrierten Chemieanbieter in Nordamerika schaffen
Huntsman und Olin fusionieren zu neuem Chemiekonzern „OlinHuntsman”
Mittwoch, 17. Juni 2026
| Redaktion
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Ken Lane (li.), derzeit President und CEO von Olin, soll die Leitung von „OlinHuntsman“ übernehmen. Peter Huntsman (re.), derzeit Chairman, President und CEO von Huntsman, soll nicht geschäftsführender Vorsitzender des Verwaltungsrats werden
Ken Lane (li.), derzeit President und CEO von Olin, soll die Leitung von „OlinHuntsman“ übernehmen. Peter Huntsman (re.), derzeit Chairman, President und CEO von Huntsman, soll nicht geschäftsführender Vorsitzender des Verwaltungsrats werden, Bild: Olin und Huntsman

Durch die geplante Fusion von Olin und Huntsman soll ein neuer Chemiekonzern unter dem Namen „OlinHuntsman” entstehen. Beide Unternehmen haben eine verbindliche Vereinbarung für einen Zusammenschluss in Form einer reinen Aktientransaktion geschlossen. Das Ziel ist ein integriertes nordamerikanisches Chemiekonzernunternehmen mit einem erwarteten Umsatz von rund 12,5 Milliarden Dollar im Jahr 2025.
Der Abschluss der Transaktion ist für die erste Jahreshälfte 2027 vorgesehen.

„OlinHuntsman” soll Kostenposition verbessern

Im Rahmen der geplanten Verschmelzung werden die vorgelagerten Produktions- und Rohstoffkapazitäten von Olin mit den nachgelagerten Produkt- und Formulierungskompetenzen von Huntsman zusammengeführt. Dadurch soll das gemeinsame Unternehmen „OlinHuntsman” unter anderem seine Position bei Chlor, Natronlauge, Polyurethansystemen, Formulierungstechnologien und Hochleistungsmaterialien stärken.

Nach Angaben beider Unternehmen soll die vertikale Integration die Kostenposition verbessern und zusätzliche Möglichkeiten schaffen, Produktion aus elektrochemischen Einheiten in nachgelagerte Materialien zu überführen. Bedient werden sollen unter anderem Anwendungen in der Automobilindustrie, im Bauwesen, in der Infrastruktur und in der Industrie.

Mehr als 400 Millionen Dollar Synergien erwartet

Olin und Huntsman beziffern die identifizierten Kostensynergien und Integrationsvorteile auf mehr als 400 Millionen Dollar. Davon sollen mehr als 300 Millionen Dollar vor allem durch Einkauf, Rohstoffintegration, operative Optimierungen und Einsparungen in Verwaltung und Vertrieb entstehen. Der überwiegende Teil soll innerhalb von 24 Monaten realisiert werden, vollständig bis zum Ende des dritten Jahres. Weitere 100 Millionen Dollar an Vorteilen aus der Rohstoffintegration werden ab 2031 erwartet. Zusätzlich rechnet das künftige Unternehmen mit rund 125 Millionen Dollar an steuerlichen Liquiditätsvorteilen durch die beschleunigte Nutzung von Verlustvorträgen.

Management von „OlinHuntsman” steht fest

Nach Abschluss der Transaktion soll Ken Lane, derzeit President und Chief Executive Officer von Olin, die Leitung von „OlinHuntsman” übernehmen. Peter Huntsman, derzeit Chairman, President und Chief Executive Officer von Huntsman, soll nicht geschäftsführender Vorsitzender des Verwaltungsrats werden. Phil Lister, derzeit Finanzvorstand von Huntsman, ist als Finanzvorstand des fusionierten Unternehmens vorgesehen. Ken Lane betont, der Zusammenschluss biete die Möglichkeit, ein widerstandsfähigeres und stärker wertorientiertes Chemieunternehmen mit Schwerpunkt in Nordamerika zu schaffen. Peter Huntsman erklärt, die Branche konkurriere zunehmend über globale Lieferketten, Handelspolitik und Ländergrenzen hinweg. Die Fusion solle deshalb mehr Stabilität und neue Chancen für Kunden, Mitarbeiter und Anteilseigner schaffen.

Der Verwaltungsrat des künftigen Unternehmens soll zehn Mitglieder umfassen und paritätisch aus Vertretern beider Unternehmen besetzt werden. Der Hauptsitz von „OlinHuntsman” ist in The Woodlands im US-Bundesstaat Texas geplant. Die Transaktion wurde von den Verwaltungsräten beider Unternehmen einstimmig genehmigt. Sie steht noch unter dem Vorbehalt üblicher Abschlussbedingungen, darunter behördliche Genehmigungen sowie die Zustimmung der Aktionäre beider Unternehmen.

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