Mit einem deutlichen Ergebnisplus ist der Spezialchemiekonzern Lanxess in das Geschäftsjahr 2025 gestartet: Das Ebitda vor Sondereinflüssen stieg um 31,7 Prozent auf 133 Millionen Euro. Dabei verbesserte der Konzern sein Ergebnis in allen Segmenten, vor allem durch eine bessere Auslastung der Produktionsanlagen und Kosteneinsparungen im Rahmen des Aktionsplans „Forward!“. Der Umsatz blieb im ersten Quartal stabil und lag mit 1.601 Millionen Euro auf dem Niveau des Vorjahres mit1.607 Millionen Euro. In den meisten Unternehmensbereichen konnte Lanxess den Absatz steigern. Niedrigere Verkaufspreise wirkten sich jedoch umsatzmindernd aus. Im ersten Quartal 2025 lag das Konzernergebnis bei minus 57 Millionen Euro nach minus 98 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum.
„Wir sind ordentlich ins neue Geschäftsjahr gestartet, trotz aller Widrigkeiten im wirtschaftlichen und geopolitischen Umfeld. Unsere effizientere Aufstellung und unsere verbesserte Kostensituation zahlen sich jetzt aus“, so Matthias Zachert, Vorstandsvorsitzender der Lanxess. „Um uns herum hat sich die Lage seit Jahresbeginn weiter zugespitzt. Die neue Handelspolitik der US-Regierung hat die Märkte durchgeschüttelt und die ohnehin hohe Unsicherheit verschärft. Zusammen mit der weiter schwachen Konjunktur macht das die Lage für die Unternehmen noch herausfordernder.“
Geschäftsentwicklung der einzelnen Lanxess-Geschäftsbereiche
Das Segment Consumer Protection beinhaltet Spezialchemikalien mit effektiven Schutzfunktionen und erreichte im ersten Quartal 2025 einen Umsatz von 513 Millionen Euro. Das entspricht einem leichten Anstieg von 0,8 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert von 509 Millionen Euro. Das Ebitda vor Sondereinflüssen stieg um 49 Prozent von 49 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum auf 73 Millionen Euro. Dies war vor allem auf höhere Absatzmengen und die damit verbundene bessere Anlagenauslastung zurückzuführen. Dazu wirkten sich die Kosteneinsparungen durch den Aktionsplan „Forward!“ positiv auf das Ergebnis und die Marge aus.
Im ersten Quartal 2025 verzeichnete das Segment Specialty Additives, in dem Bereiche, die Zusatzstoffe herstellen, gebündelt werden, einen Umsatz von 545 Millionen Euro. Die Umsätze lagen damit 3,7 Prozent unter dem Umsatz des ersten Quartals 2024 von 566 Millionen Euro. Das Ebitda vor Sondereinflüssen stieg um 8,3 Prozent von 48 Millionen Euro im Vorjahresquartal auf jetzt 52 Millionen Euro. Auch hier beeinflussten Kosteneinsparungen aus dem Aktionsplan das Ergebnis und die Marge positiv, dazu kam ein vorteilhafter Produktmix.
Industrielle Zwischenprodukte von Lanxess legen 2,4 Prozent zu
Das Segment Advanced Intermediates für industrielle Zwischenprodukte erzielte im ersten Quartal 2025 einen Umsatz von 476 Millionen Euro, ein Plus von 2,4 Prozent gegenüber dem Wert des Vorjahresquartals von 465 Millionen Euro. Das Ebitda vor Sondereinflüssen erreichte 40 Millionen Euro und wuchs damit um 8,1 Prozent von 37 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Vor allem höhere Absatzmengen und Kosteneinsparungen durch den Aktionsplan wirkten sich positiv auf das Ergebnis und die Marge aus.
Ausblick: Lanxess bestätigt Prognose für 2025
Für das Geschäftsjahr 2025 bestätigt das Unternehmen seine Prognose und erwartet damit weiter ein Ebitda vor Sondereinflüssen zwischen 600 und 650 Millionen Euro. Für das zweite Quartal des Geschäftsjahres 2025 geht Lanxess von einem Ergebnisanstieg im Vergleich zum ersten Quartal 2025 aus. Im Vergleich mit dem Vorjahresquartal rechnet der Konzern allerdings mit einem Rückgang, vor allem weil der Ergebnisbeitrag von Urethane Systems nicht mehr enthalten sein wird.
Verkauf des Urethane Systems Geschäfts abgeschlossen
Am 01. April 2025 hat Lanxess mit dem Verkauf des Urethane-Systems-Geschäfts an die japanische UBE Corporation sein letztes verbliebenes Polymergeschäft abgegeben. Die Transaktion war der letzte wesentliche Schritt beim Umbau des Portfolios in Richtung Spezialchemie.