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Spezialpolymere und neue Werkstofflösungen sorgen für Wachstum
EMS-Gruppe steigert Betriebsergebnis im ersten Halbjahr 2026 trotz schwieriger Konjunktur
Freitag, 10. Juli 2026
| Redaktion
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EMS Chemie-CEO Magdalena Martullo präsentiert eine Flüssigkühlsteuerung für Datencenter aus EMS-Spezialkunststoff
CEO Magdalena Martullo präsentiert eine Flüssigkühlsteuerung für Datencenter aus EMS-Spezialkunststoff, Bild: EMS Chemie

Die EMS-Gruppe hat im ersten Halbjahr 2026 einen Nettoumsatz von 1,012 Milliarden Schweizer Franken erzielt und damit das Vorjahresniveau nahezu erreicht. In lokalen Währungen legte der Umsatz um 4,5 Prozent zu. Das Betriebsergebnis (Ebit) stieg um 4,7 Prozent von 296 Millionen auf 310 Millionen Schweizer Franken. Nach Unternehmensangaben trugen vor allem neuartige Spezialpolymere sowie der Fokus auf margenstarke Anwendungen zu dieser Entwicklung bei.

EMS Chemie setzt auf Spezialpolymere statt Massenprodukte

Trotz geopolitischer Unsicherheiten, steigender Energiepreise und eines starken Schweizer Frankens konnte EMS die Absatzmengen erhöhen. Das Unternehmen profitierte von seiner Strategie, sich auf Spezialitäten mit hoher Wertschöpfung zu konzentrieren. Insbesondere Werkstofflösungen, die Energie, Gewicht und Kosten einsparen, waren weltweit gefragt. Nach Angaben des Unternehmens wurden gestiegene Rohstoffkosten zeitnah über entsprechende Preisanpassungen kompensiert. Gleichzeitig sorgten Kostendisziplin und eine vorausschauende Planung für eine weitere Verbesserung der Profitabilität.

Neuentwicklungen erschließen neue Märkte

Wachstumsimpulse kamen aus zahlreichen Neuentwicklungen, die gemeinsam mit Kunden realisiert wurden. Dazu zählen Anwendungen für Elektrofahrzeuge, Robotik und Datenzentren. Darüber hinaus wurden Werkstofflösungen entwickelt, die Metalle in technischen Anwendungen ersetzen und dadurch Gewicht sowie Energieverbrauch reduzieren. Auch im Automobilbau sieht das Unternehmen weiteres Potenzial. So kommen spezielle Lackiertechnologien zum Einsatz, die bereits bei niedrigeren Temperaturen aushärten und Fahrzeugherstellern helfen, Energie einzusparen.

Globale Entwicklungspartnerschaften stärken EMS

Neben der weltweiten Vertriebsoffensive investiert das Unternehmen gezielt in lokale Entwicklungskooperationen. Insbesondere in Wachstumsmärkten wie China, Indien und Brasilien arbeitet EMS eng mit Kunden zusammen, um neue Anwendungen schneller zur Serienreife zu bringen. Nach Unternehmensangaben bilden diese Partnerschaften eine wichtige Grundlage, um individuelle Werkstofflösungen zu entwickeln und Kunden bei der Senkung von Energie- und Produktionskosten zu unterstützen.

EMS erwartet weiteres Wachstum beim Betriebsergebnis

Für das Gesamtjahr 2026 rechnet das Unternehmen weiterhin mit einem herausfordernden geopolitischen Umfeld. Unsicherheiten im internationalen Handel sowie volatile Währungen dürften die Märkte auch in den kommenden Monaten prägen. Dennoch hält die EMS-Gruppe an ihrere Wachstumsstrategie fest. Für das Gesamtjahr erwartet das Unternehmen einen währungsbedingt leicht unter dem Vorjahreswert liegenden Nettoumsatz. Das Betriebsergebnis soll dagegen weiterhin leicht über dem Niveau des Vorjahres liegen.

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